„Kuratorium Digitales Deutschland“ für bessere Kommunikation

Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. hat mit dem „Kuratorium Digitales Deutschland“ ein Expertengremium aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ins Leben gerufen, deren Mitglieder für mehr Kommunikation und Kooperation zwischen Startups, mittelständischen Unternehmen und globalen Konzernen eintreten sollen.

Berlin, 28.02.2018 –  Ziel des Beirats „Kuratorium Digitales Deutschland“ ist es, den Gedankenaustausch zwischen der Digitalwirtschaft und traditioneller Ökonomie zu fördern. Dabei geht es nicht einseitig um die Stärkung der Innovationsfähigkeit, sondern darum, dass beide Seiten voneinander profitieren.

„In den fünf Jahren seit Gründung des Startup-Verbands haben wir immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Startups neben Herausforderungen wie Finanzierung vor allem in der Wachstumsphase um Marktzugang ringen und dringend auf im Markt etablierte Unternehmen angewiesen sind“, betont Verbandsvorsitzender Florian Nöll. „Umgekehrt sehen wir aber auch, dass die traditionellen Marktteilnehmer durch den innovativen Blick der Gründer auf den Markt profitieren.“ Deshalb sollen mit dem „Kuratorium Digitales Deutschland“ zusätzliche Potentiale eröffnet werden.

Kommunikation zwischen digitaler und traditioneller Ökonomie

Zum Vorsitzenden des Kuratriums benannte der Vorstand den Kölner Unternehmer Heinz-Paul Bonn, der sich seit Jahrzehnten für die Belange des Mittelstands in Deutschland einsetzt und zugleich „Gründungspate“ des Startup-Verbands ist. „Die Kommunikation zwischen digitaler und traditioneller Ökonomie stockt, weil zwischen beiden ein Kulturunterschied besteht, den es zu überwinden gilt“, erklärt Heinz-Paul Bonn. „Dort, wo die einen in Minutenschnelle Entscheidungen treffen, läuft bei den anderen der Entscheidungsfindungsprozess über Wochen. Startups gelten als agil, traditionelle Unternehmen eher als stabil.“

Das Kuratorium will helfen, die Kulturdifferenzen abzubauen und mehr Zusammenarbeit zwischen den potentiellen Partnern zu fördern. Dazu hat das Gremium die Unterstützung mehrerer Branchenverbände gewonnen. Mit dem Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V., Dieter Kempf, hat einer der prominentesten Industrievertreter seine persönliche Mitarbeit zugesagt.

„Der BDI als Spitzenverband der Industrie in ihrer ganzen Breite setzt sich für diese Vernetzung zwischen Start-ups und Mittelstand ein. Unser Ziel ist, die Innovationen auf beiden Seiten zusammenzubringen. Ich bin sicher: Gemeinsam lassen sich Erfolge junger und erfahrener Unternehmen ausbauen.“, formulierte Kempf bei seiner Berufung in das Kuratorium.