Round Table diskutiert über Börsengänge von Start-ups

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, hat gestern 20 hochrangige Vertreter von Start-upsVenture Capital Investoren, Banken, Versicherungen und der Deutschen Börse zum dritten Round Table „Mehr Börsengänge junger Wachstumsunternehmen in Deutschland“ eingeladen. 

Berlin, 07.06.2017 – Ziel des Prozesses, der im Dezember 2014 startete, ist es, die Anzahl dieser Börsengänge in Deutschland deutlich zu erhöhen. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Seit dem letzten Round Table vor zwei Jahren ist viel passiert. Wir haben die öffentlichen Angebote an Wagniskapital für junge Wachstumsunternehmen erheblich ausgebaut. Zwei Milliarden an öffentlichen Mitteln stehen in den nächsten Jahren für die Aufstockung und Fortentwicklung von Wagniskapitalmaßnahmen bereit. Außerdem haben wir die für die Branche so wichtige Übertragung von Verlustvorträgen neu geregelt. Das alles sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Entwicklung von Start-ups nicht an einer unzureichenden Finanzierung scheitert. Damit diese Unternehmen zu Weltmarktführer heranwachsen können, bedarf es in vielen Fällen jedoch des Börsenganges. Hier hat Deutschland nach wie vor Aufholbedarf. Wir müssen die Attraktivität des Börsengangs weiter erhöhen, denn die Zahl an Börsengängen ist noch nicht zufriedenstellend.“

Entwicklung einer nationalen Start-up-Strategie geplant

Ziel des Treffens war es, den Dialog mit den wichtigsten Marktteilnehmern fortzuführen und den verbleibenden Handlungsbedarf für die nächsten Jahre zu identifizieren. Susanne Klatten, Gesellschafterin von UnternehmerTUM und seit dem Beginn 2014 Mitglied des Round Table Prozesses: „Der IPO Round Table des Bundeswirtschaftsministeriums hat erstmals Vertreter aus der Politik mit Akteuren der Start-up-Szene und Finanzwirtschaft zusammengebracht. Die Bedingungen für Börsengänge von jungen Wachstumsunternehmen haben sich durch die Impulse des Round Table deutlich verbessert. Ich hoffe, dass in der nächsten Legislaturperiode nach diesem Modell auch eine nationale Start-up-Strategie entwickelt wird, damit wir das Wachstums- und Beschäftigungspotenzial junger Unternehmen für die Zukunft sichern.“

Besserer Zugang zu Eigenkapital notwendig

Carsten Kengeter: „Wir unterstützen die Ziele der Bundesregierung, Innovation und Wachstum in Deutschland nachhaltig zu stärken und damit den Standort Deutschland zukunftsfähig zu machen. Mit dem Venture Network und dem Börsensegment Scale wollen wir dazu beitragen, ein Ökosystem für Wachstum zu etablieren, in dem Start-ups und Mittelständler attraktive Finanzierungsmöglichkeiten haben. Dazu brauchen wir mehr Börsengänge wie Zalando oder Delivery Hero, die Gründern in Deutschland zeigen, dass dieser Plan auch gelingen kann.“

Asoka Wöhrmann, Leiter Privatkunden Deutschland bei der Deutschen Bank: „Wir brauchen in Deutschland eine stärkere Aktienkultur und besseren Zugang zu Eigenkapital. Das hilft nicht nur den deutschen Anlegern und unseren heimischen Unternehmen – es stärkt auch den Wirtschafts- und Finanzstandort Deutschland.“

Zum letzten Round Table im Juni 2015 legten drei Arbeitsgruppen insgesamt 25 Handlungsempfehlungen dar, wie die Anzahl der Börsengänge in Deutschland nachhaltig erhöht werden kann. Auf 11 Feldern konnten z.T. erhebliche Fortschritte erzielt werden. Dies zeigt der heute vorgestellte Fortschrittsbericht.

Den Fortschrittsbericht finden Sie hier.

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