Start-up-Barometer

Die Investitionen mit Risikokapital in Unternehmensgründungen haben 2015 ein neues Rekordniveau erreicht. Das ist eines der Ergebnisse des Start-up-Barometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY).

Berlin, 27.01.2016 – Insgesamt wurden knapp 3,1 Milliarden Euro in deutsche Unternehmensgründungen investiert, das ist fast doppelt so viel Geld wie im Vorjahr, als 1,6 Milliarden Euro investiert wurden und fast fünfmal so viel wie 2013. Die EY-Studie beruht auf einer Analyse der Risikokapitalinvestitionen in Europa in den Jahren 2013 bis 2015.

Das meiste Geld fließt nach Berlin: Investoren versorgten im vergangenen Jahr Berliner Unternehmensgründungen mit insgesamt 2,1 Milliarden Euro an frischem Kapital – insgesamt wurden in Berlin 205 Finanzierungsrunden gezählt, von denen 183 Berliner Unternehmen profitierten. Damit konnte Berlin sein Spitzenposition in Deutschland abermals ausbauen: Im Ranking der Bundesländer belegt Bayern mit 74 Transaktionen den zweiten Platz. Gemessen am Investitionsvolumen liegt Hamburg mit knapp 300 Millionen Euro hinter Berlin.

Auch europaweit hatte Berlin im vergangenen Jahr die Nase vorn: Im europäischen Städte-Ranking belegt die Bundeshauptstadt vor London (1,7 Milliarden Euro), Stockholm (992 Millionen Euro) und Paris (687 Millionen Euro) den ersten Platz. Hamburg und München belegen mit 296 und 206 Millionen Euro den fünften und sechsten Rang im Europa-Ranking.

Europaweit wurden 2015 insgesamt knapp 11,8 Milliarden Euro in Jungunternehmen investiert – ein Anstieg um 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein neuer Rekordwert. Dabei konnten deutsche Unternehmensgründungen erstmals mehr Geld einwerben als britische Jungunternehmen: Britische Unternehmensgründungen erhielten 2,6 Milliarden Euro – 46 Prozent mehr als 2014. Auf dem dritten Platz rangiert Frankreich mit 1,5 Milliarden Euro – 28 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Start-up-Barometer finden Sie hier als Download.