Gemeinsames Positionspapier mit VDMA und IG Metall

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hat die Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden des Maschinen- und Anlagenbaus zu einem Branchendialog eingeladen. Ziel des Gespräches war es, konkrete Maßnahmen zur Förderung der Branche auf den Weg zu bringen.

 

Positionspapier I-vista_pixelio.de
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Berlin, 17.12.2014 – Nach einer konstruktiven Diskussion von VDMA und IG Metall unterzeichneten Bundesminister Gabriel, der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Dr. Reinhold Festge, und das Geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG-Metall, Wolfgang Lemb, ein gemeinsames Positionspapier. Bundesminister Gabriel: „Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, dass der Maschinen- und Anlagenbau am Standort Deutschland auch in Zukunft erfolgreich und international wettbewerbsfähig bleibt. Dazu haben wir in einem Positionspapier zentrale Themenfelder und zielführende Maßnahmen zusammengefasst. Damit senden Industrie, Gewerkschaft und Politik einen wichtigen Impuls für diese exportstarke, innovative Industrie. Wir werden diesen Dialog fortsetzen, die Ergebnisse in die Arbeiten des Bündnisses ‚Zukunft der Industrie‘ einfließen lassen und die Umsetzung überprüfen.“

Dr. Reinhold Festge: „Der Branchendialog ist ein bedeutendes Zeichen. Es ist gut, wenn Politik, Gewerkschaften und Wirtschaft engagiert für mehr Industrieakzeptanz in unserer Gesellschaft eintreten. Der Maschinenbau ist der größte industrielle Arbeitgeber unseres Landes. Damit das so bleibt, müssen wir gemeinsam um Nachwuchs für diese Erfolgsbranche werben und für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen am Standort sorgen. Mit Industrie 4.0 wollen wir unsere internationale Spitzenposition weiter ausbauen. Für Deutschland geht es um die Zukunft als Industrienation: Internationalisierung, Fachkräfte und Industrie 4.0 sind strategische Erfolgsfaktoren. Damit das Papier nicht geduldig wird, werden wir die konkrete Umsetzung in den kommenden Monaten aktiv begleiten.“

VDMA und IG Metall betonen  Wichtigkeit von Qualifikation

Lemb betonte noch einmal, dass qualifizierte Beschäftigte entscheidend für den Erfolg im Maschinenbau seien. Deshalb wolle man gemeinsam mit Partnern ein Bündel von Maßnahmen in die Wege leiten: Dazu gehöre, die typischen Berufsbilder und ihre Ausbildungsinhalte zu aktualisieren. Darüber hinaus müsse die junge Generation eine Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen. Dies schließe ausdrücklich Jugendliche mit geringeren Qualifikationen ein. Notwendig sei zudem eine alternsgerechte Arbeitsorganisation mit einem kreativen Arbeitsumfeld und der Chance für Beschäftigte, gesund die Rente zu erreichen. Gute Arbeit sei in vielen Betrieben des Maschinenbaus Standard. Dies wolle man ausbauen.