Händler müssen alte Elektrogeräte zurücknehmen

Rund um Halloween bzw. dem Reformationstag am 31. Oktober, sind einige Gesetzesänderungen in Kraft getreten. Darunter auch die Neuordnung des Rechts über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten.

Händler müssen Elektrogeräte zurück nehmen _Foto: Paul-Georg Meister_pixelio.de
Händler müssen Elektrogeräte zurück nehmen _Foto: Paul-Georg Meister_pixelio.de

Göttingen, 02.11.2015 – Bereits seit dem 24. Oktober 2015 sind Händler dazu verpflichtet alte Elektro- und Elektronikgeräte zurück zu nehmen. Statt extra zum Werkstoffhof zu fahren, können Besitzer ihre kaputten Geräte also gegebenenfalls direkt zum Händler bringen.

Ausgenommen von dieser Neuregelung sind kleine Geschäfte mit weniger als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche. Bei Online-Händlern wird die gesamte Lager- und Versandfläche für Elektro- und Elektronikgeräte als Verkaufsfläche gezählt. Sie haben die Schwierigkeit, dass sie die kaputten Geräte in zumutbarer Entfernung zum jeweiligen Besitzer gewährleisten müssen.

Rücknahmepflicht bei Neukauf

Generell sind stationäre sowie Online-Händler verpflichtet Altgeräte zurück zu nehmen, wenn sie ein neues Elektro- oder Elektronikgerät der gleichen Geräteart verkaufen. Dieses Altgerät muss allerdings im wesentlichen die gleichen Funktionen erfüllen wie das neue Gerät. Die Rücknahme muss kostenlos und entweder am Abgabeort oder in dessen Nähe erfolgen.

Es gibt auch Umstände, bei denen ohne den Neukauf eines Elektro- oder Elektronikgeräts ein Altgerät zurück genommen werden muss; und zwar wenn das Altgerät nicht größer als 25 cm und in haushaltsüblichen Mengen vorhanden ist. Eine Rücknahme ausschließlich in Kombination mit einem Neukauf sind unzulässig. Auch hierbei muss das Abgeben der Altgeräte kostenlos, im Einzelhandel selbst oder in dessen unmittelbarer Nähe passieren.