Handel muss alte Elektronikgeräte zurücknehmen

Gehen Elektrogeräte, wie beispielsweise Fernseher, Waschmaschine, Computer oder Smartphone, kaputt oder sind nicht mehr zeitgemäß, dürfen sie nicht einfach mit dem Hausmüll entsorgt werden. Bereits seit Längerem ist eine Rückgabe an kommunale Sammelstellen oder über Rücknahmesysteme der Hersteller möglich.

Göttingen, 28.06.2016 – Ab dem 24.07.2016 sind auch Händler verpflichtet, die Altgeräte von Verbrauchern kostenfrei zurückzunehmen. Voraussetzung dafür ist, dass die Verkaufsfläche des Elektromarkts bzw. die Lager- und Versandfläche bei Onlineshops mindestens 400 Quadratmeter beträgt.

Rücknahme der Elektronikgerätegeregelt

Kleinelektrogeräte, deren Seiten nicht länger als 25 Zentimeter sind, können in haushaltsüblichen Mengen ohne weitere Voraussetzungen abgegeben werden (1:0-Rücknahme). Größere Geräte müssen Unternehmen nur dann kostenlos zurücknehmen, wenn gleichzeitig ein entsprechendes Neuprodukt gekauft wird (1:1-Rücknahme).

Das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektrogesetz) trat eigentlich bereits im Oktober 2015 in Kraft. Die Zeit bis zum 24. Juli 2016 wurde als neunmonatige Übergangsfrist für die Händler eingeräumt. Diese läuft jetzt aus.