Handwerk setzt auf Digitalisierung

Die Digitalisierung der Arbeitswelt steckt voller Chancen für das deutsche Handwerk. Aus diesem Grund hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) eine digitale Agenda entwickelt und im Juni 2016 verabschiedet.

Berlin, 04.08.2016 -Eine aktuelle Sonderumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks zeigt, dass 83 Prozent der Führungskräfte von Handwerksorganisationen in der Digitalisierung des Handwerks eine große Chance sehen. Dadurch können beispielsweise neue Geschäftsfelder erschlossen und Kundengruppen gewonnen werden. Auch Arbeitsprozesse können so optimiert werden. „Neues wagen, Innovationen vorantreiben – das macht seit jeher den Erfolg des Handwerks aus“, kommentiert ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke das Ergebnis.

Zukunftsfähige Infrastruktur notwendig

Um die Digitalisierung des Handwerks überhaupt voran treiben zu können, müssen auch die Grundlagen dazu geschaffen werden. Und das beginnt beim notwendigen schnellen Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze. Außerhalb der Ballungszentren sei der Ausbau kaum oder gar nicht vorhanden. Das gaben rund 93 Prozent der Befragten an. Digitale Geschäftsprozesse können so nicht voran getrieben werden. Schwannecke mahnt daher Handlungsbedarf bei der Politik an: „Nur mit einer zukunftsfähigen Infrastruktur auf Glasfaserstandard können Handwerksbetriebe ihre Ziele umsetzen. Deutschland darf digital nicht abgehängt werden.“

Außerdem plädierten 95 Prozent der Befragten dafür, dass seitens der Politik in allen Wirtschaftsbereichen eine Transformation hin zu digitalen Geschäftsmodellen angestrebt werden muss. Eine gezielte Unterstützung nur einzelner Bereiche – Stichwort „Industrie 4.0“ – reicht für das Handwerk nicht.

Die Digitale Agenda des ZDH finden Sie hier.