IfM-Studie zur Kooperation von Mittelstand und Start-ups

Von einer Kooperation zwischen Mittelstand und Start-ups können beide Seiten profitieren. Im besten Fall erhalten die Gründerinnen und Gründer branchenspezifisches Know-how sowie Zugang zu Ressourcen und einem großen Netzwerk. Eine Studie des IfM Bonn zeigt wie die Zusammenarbeit optimal verlaufen kann.

Bonn, 31.08.2017 – Mittelständische Unternehmen können mit Hilfe moderner Technologien und dem Wissen von hochqualifizierten Fachkräften beispielsweise die Digitalisierung ihres eigenen Geschäftsmodells weiterentwickeln und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Gegenseitige Akzeptanz und Rücksichtnahme

Voraussetzung für eine erfolgreiche Partnerschaft ist jedoch, dass sich sowohl die Vertreter des mittelständischen Unternehmens als auch der innovativen Gründung intensiv mit dem jeweils anderen Partner beschäftigen: Die potenziellen Kooperationspartner müssen sich auf Augenhöhe und mit der notwendigen Offenheit begegnen. Vor allem mittelständische Unternehmen haben jedoch oftmals Vorbehalte und ein vergleichsweise stark ausgeprägtes Sicherheitsdenken. Für innovative Gründer besteht die Herausforderung hingegen darin, die komplexeren Entscheidungsmechanismen des mittelständischen Unternehmens zu akzeptieren. Zudem müssen sie den spezifischen Nutzen ihres Vorhabens für den Mittelständler deutlich machen können. Wissenschaftler des IfM Bonn und der Universität Siegen hatten Interviews mit Unternehmern, Investoren und Verbandsvertretern geführt.

Verschiedene Formen der Kooperation

Prinzipiell stehen interessierten Kooperationspartnern verschiedene Formen der Zusammenarbeit zur Verfügung – vom formlosen Unterstützungsmodell bis hin zum Investitionsmodell. Die Ausgestaltung und Intensität der Kooperation ist letztlich abhängig von den Zielen, die beide Seiten verfolgen. Aber auch Aspekte wie die Unternehmerpersönlichkeit, regionale Distanz oder bestimmte Branchenspezifika spielen hierbei eine Rolle. Ein Problem stellt zudem noch immer der Weg dar, wie mittelständische Unternehmen und innovative Unternehmen zueinanderfinden, selbst wenn es bereits Netzwerkveranstaltungen und Matching-Formate gibt.

Die Studie können Sie hier kostenlos herunterladen.