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Jetzt droht auch EVG mit Bahn-Streik

Nach der GDL, der Lokführergewerkschaft, droht nun auch die EVG, die Eisenbahnergewerkschaft, mit einem Bahn-Streik. Die ersten Warnstreiks könnten bereits am 3. Dezember starten.

 

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Berlin, 23.11.2014 – Es kehrt keine Ruhe ein in die Tarifgespräche zwischen der Bahn und ihren Gewerkschaften. Nach den zähen und erfolglosen Verhandlungen mit der GDL hat nun auch die EVG Tarifverhandlungen begonnen, die bislang kein positives Ergebnis hervorgebracht haben. Es drohen also weitere Streiks. „Wir können auch vor Weihnachten noch streiken, wenn wir nicht vorankommen“, sagte EVG-Chef Alexander Kirchner dem Magazin „Focus“.

Reisenden müssen nun beführten, dass sowohl GDL als auch EVG gleichzeitig streiken. Und das rund um Weihnachten.

 Neuer Bahn-Streik – Mit welchem Ziel?

Die Bahn und ihre beiden Gewerkschaften GDL und EVG hatten am Freitag noch keinen Durchbruch in dem Tarifkonflikt erzielt. Jedoch sind sich Bahn und GDL, die den Zugverkehr bereits tagelang lahmgelegt hatte, nähergekommen. Am Freitag soll in getrennten Runden weiterverhandelt werden. Kern des Konfliktes ist, dass die GDL auch für ihre Mitglieder unter den rund 17.000 Zugbegleitern, bei Bordrestaurant-Personal und Rangierführern eigene Verträge abschließen will. Bisher hatte die EVG für alle Berufsgruppen außer den Lokführern Tarifabschlüsse ausgehandelt.

Die EVG will für ihre Mitglieder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber eine Steigerung der Gehälter um 150 Euro. Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Lohn, 37 statt 39 Stunden Wochenarbeitszeit sowie bessere Schichtpläne. Die EVG will im Gegenzug zum GDL-Vorstoß auch für die Lokführer unter ihren Mitgliedern sprechen. Die Bahn lehnt verschiedene Verträge für dieselbe Berufsgruppe ab.

Bereits in der jüngsten Vergangenheit ist es immer wieder zu Bahn-Streiks gekommen, die teilweise über Tage hinweg den Bahnverkehr lahm gelegt haben.