Junge Unternehmer blicken mit Sorgen auf kommendes Jahr

Immer noch blickt eine knappe Mehrheit der Familienunternehmer weiterhin positiv ins neue Jahr. Das ergab eine Umfrage unter 853 Mitgliedsunternehmern der Verbände „DIE FAMILIENUNTERNEHMER“ und „DIE JUNGEN UNTERNEHMER“. Demnach rechneten 57 Prozent der Befragten mit einem wachsenden operativen Geschäft.

 

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Göttingen, 29.12.2014 – Im Vorjahr waren es allerdings noch 63 Prozent. Diese leichte wirtschaftliche Eintrübung spiegelt sich auch bei den Arbeits- und Ausbildungsplätzen wider heisst es in einer Mitteilung der Verbände. So wollen wie im Vorjahr zwar immer noch rund ein Drittel (34 Prozent) der deutschen Familienunternehmer im nächsten Jahr zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, doch die Prozentzahl derer, die Arbeitsplätze reduzieren müssen, erhöhe sich um drei Prozentpunkte auf zwölf. Ähnliches gilt auch für die Ausbildungsplätze.

Junge Unternehmer haben größte Sorge um reformiertes Arbeitsrecht

Die Flexibilisierung des Arbeitsrechtes durch die Rente mit 63, den Mindestlohn sowie durch Genderquoten macht offenbar den meisten Befragten Probleme.Der Präsident des Verbands „DIE FAMILIENUNTERNEHMER“, Lutz Goebel, mahnte deshalb die Politik, den Standort Deutschland wieder attraktiver für Investitionen zu machen. Dazu gehöre auch, den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten und in Zeiten extremen Fachkräftemangels qualifizierte Mitarbeiter nicht zu verlieren- und den kleinen Unternehmen durch mehr Bürokratie das Leben nicht noch schwerer zu machen.

Positiv: Keine neuen Schulden

Die Familienunternehmer begrüßen die Aussicht darauf, das der Bund 2015 keine neuen Schulden machen will, Steuererhöhungen werden dagegen als große Gefahr für das wirtschaftliche Klima gesehen. „Wir Familienunternehmer fürchten vor allem die Neugestaltung der Erbschaftsteuer, besonders die individuelle Bedürfnisprüfung für große Familienunternehmen. Hier ist der Gesetzgeber gefragt, mit Sorgfalt die Kriterien einer solchen Prüfung zu definieren“, betont Goebel.
Die Jungen Unternehmer – BJU sind ein Verband für junge Familien- und Eigentümerunternehmer. Er ist organisatorisch an den Unternehmerverband Die Familienunternehmer – ASU angegliedert.