Kultur- und Kreativwirtschaft – Branche weiter auf Wachstumskurs

Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, haben der Jahreskonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft unter dem Motto „Internationalisierung“ teilgenommen.

Berlin, 29.11.2016 – Auf der Konferenz wird auch der Monitoringbericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft für das Jahr 2015 vorgestellt. Der Bericht zeigt: Die Branche wächst weiter. Umsatz, Zahl der Unternehmen und Erwerbstätigen sowie die Wertschöpfung der Branche nehmen weiter zu. Mehr als 250.000 Unternehmen mit über eine Million Erwerbstätigen, davon 834.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftige, erwirtschafteten 2015 einen Umsatz von 150 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 2,4 Prozent.

Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, betonte: „Die Kultur- und Kreativwirtschaft steht für die schöpferische Kraft der Veränderung, die unser Land gesellschaftlich und wirtschaftlich voranbringt. Sie kann uns auch helfen, Schritt zu halten mit dem rasanten Tempo technologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Entwicklungen im Zeitalter der Digitalisierung, der Globalisierung und der Internationalisierung. Kunst und Kultur sind dabei zentrale Bindeglieder unseres Gemeinwesens und ein starker Motor für innovative Technologien. Deshalb unterstützt die Bundesregierung Künstler und Kreative dabei, auch ökonomisch erfolgreich zu sein – national wie international.  Bisher stehen für die kulturellen Schwerpunkte der Kultur- und Kreativwirtschaft allein in diesem Jahr 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.“

Hohe Innovationskraft und gesellschaftliche Impulse

Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, erklärte: „Bei der Kultur- und Kreativwirtschaft denkt man zuerst an die hohe Innovationskraft und die gesellschaftlichen Impulse, die von der Branche ausgehen. Mit einem Umsatz von 150 Milliarden Euro trägt die Branche aber auch erheblich zur Wertschöpfung teil. Und der Monitoringbericht zeigt: die Kultur- und Kreativwirtschaft wächst weiter! Diese erfreuliche Entwicklung wollen wir mit der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung weiter vorantreiben. Im Fokus stehen dabei vor allem die vielen innovativen Klein- und Kleinstunternehmen der mehr als 250.000 Unternehmen der Branche. Das 2016 neu ausgerichtete Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft unterstützt die Kreativbranche in ganz Deutschland mit Vernetzungsangeboten, Wissenstransfer und Veranstaltungen.“

Kultur- und Kreativwirtschaft – BMWi-Initiative gibt es seit 2007

Die Jahreskonferenz und Preisverleihung finden im Rahmen der „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung“ statt. Die Initiative wurde 2007 ins Leben gerufen. Sie wird gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien getragen. Zentrales Ziel ist es, die Bedeutung der Branche stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, Vernetzung mit anderen Branchen zu ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Der Monitoringbericht gibt Aufschluss über die Bedeutung, Situation und Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft innerhalb der Gesamtwirtschaft. Erarbeitet wird der jährliche Bericht seit 2012 vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. Die Kurzfassung des Monitoringberichts kann über die Internetseite www.kultur-kreativ-wirtschaft.de abgerufen werden.