Kooperationen von Kreativwirtschaft und Unternehmen

Unternehmen aller Branchen sind immer wieder auf Innovationen angewiesen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Sie müssen neue Produkte erfinden, gestalten und in den Markt bringen, neue Dienstleistungen entwickeln oder neue Arbeitsabläufe im Unternehmen einführen. Bei all dem können Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft für Unternehmen hilfreiche Partner sein.

Berlin, 21.07.2016 – Es gibt ganz verschiedene Arten und Weisen, wie Unternehmen mit Kreativen zusammenfinden und zusammenarbeiten können. Welches Format das richtige ist, hängt erstens davon ab, welche Akteure die Initiative für eine solche Zusammenarbeit ergreifen. Die Form der Zusammenarbeit ist dann zweitens von der Problemstellung abhängig. Eine wichtige Rolle spielt drittens, zu welcher Form der Zusammenarbeit vor allem die beteiligten Unternehmen bereit sind.

Abgesehen von Internet-Plattformen, über die man nach passenden Partnern suchen kann, gibt es auch eine ganze Reihe erprobter Live-Formate. Die reichen vonSpeeddating oder der Auslobung von Preisen und Wettbewerben über Kreativ-Workshops oder Innovationswerkstätten- und Foren bis zu Branchendialogen.

Das Top-Thema des BMWi-Portals www.kultur-kreativ-wirtschaft.de skizziert die einzelnen Live-Formate, kommentiert sie und bringt Beispiele. Dabei wird unter dem Strich eines deutlich: Vor allem für die beteiligten Unternehmen braucht es für eine Zusammenarbeit mit Kreativen Offenheit für neue Ideen. Und danach ggf. Mut zu deren Umsetzung.

Das richtige Format zum Matching wählen

Es gibt ganz verschiedene Arten und Weisen, wie Unternehmen mit Kreativen zusammenfinden und zusammenarbeiten können. Wie diese im konkreten Fall aussehen, hängt erstens davon ab, welche Akteure die Initiative für eine solche Zusammenarbeit ergreifen. Das können Landesregierungen, Wirtschaftsförderungen oder selbständige Intermediäre sein. Generell eignen sich dafür Personen oder Institutionen, die selbst gut vernetzt sind. Sie bringen Gründerinnen und Gründer und Unternehmen an einen Tisch und organisieren und moderieren Veranstaltungsformate genau zu diesem Zweck. Die Form der Zusammenarbeit ist dann zweitens von der Problemstellung abhängig. Eine wichtige Rolle spielt drittens, zu welcher Form der Zusammenarbeit vor allem die beteiligten Unternehmen bereit sind.

Mögliche Rahmen, in denen Unternehmen und Kreative zusammen kommen können

  • Speeddating
  • Preise und Wettbewerbe
  • Kreativ-Workshops
  • Innovationswerkstätten- und Foren
  • Branchendialoge

Speeddating: Hier treffen alle teilnehmenden Unternehmen zu kurzen Gesprächsrunden (nur ein paar Minuten) mit Kreativschaffenden zusammen. Sie haben so Gelegenheit, in kürzester Zeit viele verschiedene Kreative und ihre Arbeiten kennenzulernen und zu entscheiden, wer als Unterstützung für ein Innovationsvorhaben in Frage kommt. Eine Voraussetzung dafür, dass ein Speedating funktioniert, ist die gute Vorbereitung. Dazu gehört vor allem, dass die Unternehmens-Teilnehmer Entscheider in ihren Unternehmen sind, damit gute Ideen für eine Zusammenarbeit nicht auf dem Weg durch verschiedene Hierarchieebenen auf der Strecke bleiben, sondern in die Tat umgesetzt werden.

Preise und Wettbewerbe: Preise auszuloben und Wettbewerbe zu veranstalten, sind probate Mittel, mit denen Unternehmen Kreative zur Zusammenarbeit motivieren können. Dabei geht es in erster Linie darum, kreative Lösungen für Probleme zu finden, mit denen sich Unternehmen im Alltag „herumschlagen“.

Kreativ-Workshops: Sie finden nicht selten im Auftrag einer kommunalen Wirtschaftsförderung oder auch eines Unternehmens zu bestimmten Themenstellungen statt und sollen Ideen zu festgelegten Themenstellungen zutage fördern. Im Unterschied zu Innovationswerkstätten- und Foren sind sie eher kurzfristig gedacht und haben Event-Charakter.

Innovationswerkstätten- und Foren: Sie sind eher langfristig angelegt. Auch hier geht es darum, Ideen zu produzieren, aber auch schon um deren Umsetzung. Dazu gehört auch, dass sich die passenden Kooperationspartner kennenlernen.

Branchendialoge: Hier sollen –  wie der Name schon sagt – Unternehmen mit Vertretern einer anderen Branche, hier: Akteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft, ins Gespräch kommen. Ziel: kreative Impulse für die Weiterentwicklung der jeweiligen Nicht-Kreativbranche. Dabei geht es konkret darum, die Potenziale einer Zusammenarbeit auszuloten und diese anzuschieben.