Werbung im Schaufenster: Der erste Eindruck zählt

Wer nicht nur im Internet unterwegs ist, sondern ganz „altmodisch“ seine Produkte in den altbewährten Läden verkauft, muss genauso werben wie die Online-Shops. Dazu eignet sich neben klassischen Werbemitteln wie Anzeigen in der Zeitung und Flyer vor allem das eigene Schaufenster. Diese Ausstellungs- und Präsentationsfläche im Eingangsbereich eines Ladens ist quasi das Aushängeschild des Ladens und sollte entsprechend gestaltet werden. Schaufenster gehören zu den wichtigsten Werbemitteln und sind deutliches Instrument zur Verkaufsförderung.

Ein Schaufenster sollte Aufmerksamkeit erregen und Emotionen auslösen, Neugier wecken, eine klare Botschaft und die nötigen Informationen vermitteln. Werden diese Informationen entsprechend seriös und professionell präsentiert, wird der Kunde animiert den Laden zu betreten und eine Kaufentscheidung zu treffen.

Eine Untersuchung der Fernuni Hagen hat die Wirkungsweise von Schaufenster untersucht und ist dabei auf zwei Wirkungsebenen gekommen: die kognitive sowie die emotionale. Produkte, Preisgestaltung und Informationsgehalt unterstützen die Kaufentscheidung und wirken deshalb kognitiv. Beleuchtung, Farbgestaltung und Dekoration haben emotionale Effekte, welche dominieren.

Die perfekte Werbung im Schaufenster

Für die perfekte Schaufenstergestaltung muss man nicht nur dekorieren, sondern inszenieren. Das Schaufenster muss das Design, Sortiment, die Qualität und vor allem auch die Preisgestaltung widerspiegeln. Wenig hilfreich sind deshalb unprofessionelle Präsentationen, die gleich einen ersten, allerdings schlechten, Eindruck hinterlassen. Bei der Verwendung von Plakaten und Postern sowie von Preislisten sollten diese in Rahmen oder noch einfacher und oft auch schicker, in Klapprahmen gezeigt werden, um sie so vor Knicken und Rissen zu schützen und um sie ansprechend zu präsentieren.

Ein Schaufenster sollte neben den Informationen wie Preisen vor allem auch eine durchdachte Gestaltung aufweisen. Dazu gehören Licht, Möbel und Accessoires, die das Sortiment im Laden wiederspiegeln. Bei Accessoires ist es nicht wichtig, immer das teuerste zu nehmen. Es muss inhaltlich passen.

Platzieren Sie die entsprechenden Elemente und Produkte auf Augenhöhe, d.h. ungefähr in 1,60m Höhe. Bedenken Sie, dass die Passanten an dem Fenster vorbeigehen und die Gestaltung deshalb übersichtlich sein sollte. Beachten Sie, die Blickrichtung geht von links oben nach rechts unten. Wenn in Ihrem Schaufenster also eine Geschichte erzählt werden soll, sollten Sie dies bei der Gestaltung im Kopf behalten.

Es empfiehlt sich die Dekoration alle vier Wochen auszutauschen und dabei auf saisonale Anlässe wie Feiertage, Ferien oder Jahreszeiten einzugehen.

Das Internet bietet eine Vielzahl von Online-Shops, die Dekoartikel aller Art und Ausrichtung haben.

Was gar nicht geht!

Achten Sie im Alltag penibel darauf, dass Ihr Schaufenster immer gepflegt erscheint. Staub, tote Insekten, dreckige Scheiben oder zerknitterte Preislisten oder Bilder wirken in keinster Art und Weise einladend für einen Kunden. Ein täglicher Kontrollblick oder -gang ist deshalb fast unerlässlich.