Werden Visitenkarten im digitalen Zeitalter noch gebraucht?

Auf Messen sind sie immer noch ein alltägliches Bild. Doch auf Netzwerkveranstaltungen oder kleineren Gesprächsrunden wird man zum Teil belächelt, zückt man das schick designte Pappkärtchen mit den Kontaktdaten aus der Jackentasche. Sind die guten alten Visitenkarten wirklich so aus der Mode gekommen?

Göttingen, 14.02.2017 – Es scheint für die Generation Y normal zu sein. wenn man das Gespräch unterbricht, um den analogen Gesprächspartner mal eben online in den sozialen Netzwerken zu suchen und sich digital zu verknüpfen.

Kontakt 4.0 – alles digital

Die smarten Geräte, die zur persönlichen Grundausstattung gehören machen, es möglich. Das führt im Fall der Fälle auch zu gesteigertem Gesprächsbedarf:

  • Hab ich ihren Namen richtig verstanden? Wie schreibt man das?
  • Oh, kann es sein, dass es noch mehr Leute mit ihrem Namen gibt?
  • Bevorzugen Sie Facebook oder darf es XING sein?

Das ist natürlich auch eine Form der Kommunikation. Doch positiver zu bewerten ist die Kombination von Kommunikation und Haptik, also das Ansprechen der neuralen Ebene:

  • in der Hand halten,
  • der Blick auf die Visitenkarte, um den Namen zu lesen und
  • ein weiterer Blick in das Gesicht des Gesprächspartners, um Namen und Aussehen zu verbinden.

Hier wird unser Hirn weitaus stärker gefordert und es entstehen neue Verknüpfung der Nervenenden.

Speichern wir das ganze einfach nur im digitalen Raum, fährt der Kopf nur im Sparmodus. Man weiß, dass man es abgespeichert hat und muss sich einfach nur das entsprechende Netzwerk merken. Das Netz weiß alles – der Kopf muss sich nichts mehr merken. Doch das Auslagern unseres Erinnerungsvermögens in die digitalen Endgeräte sollte kritisch betrachtet werden.

Mit der unendlichen Speichermöglichkeit suggerieren wir uns selbst, dass uns nun auch mehr Wissen zur Verfügung stehen würde. Doch im Endeffekt werden wir zu Daten-Messies. Der Kopf bleibt frei und der Schreibtisch ordentlich und das weltweite Netz sammelt für uns immer mehr: Links, Kontakte, Daten.

Qualität statt Quantität

Steigende Quantität führt jedoch in den meisten Fällen zu sinkender Qualität. Wir prüfen nicht mehr, was wir alles sammeln, denn es fehlt der Schritt, das Sammelgut in die Hand zu nehmen. Stellt sich die Frage, ob wir uns überhaupt an die gespeicherten Daten im unsichtbaren Raum überhaupt noch erinnern.Geht uns dabei nicht die Freude am Schönen verloren?

Oftmals kommen Visitenkarten wie kleine Kunstwerke daher. Witzige Sprüche, außergewöhnliche Formen, minimalistisch oder kitschig: Visitenkarten lösen Reaktionen beim Empfänger aus. Über manche müssen wir lachen. Andere drehen wir fasziniert in den Händen. Wer die gesammelten Kärtchen am Schreibtisch sitzend später einmal durchblättert, wie alte Fotos oder Briefe, kann auf diese Weise ganz eigene Erinnerungen hervorrufen.
Die Herstellung von Visitenkarten ist heutzutage kein so kostspieliges Unterfangen mehr. Auch wer nicht direkt in der Stadt neben einer Druckerei wohnt, der findet im Netz eine große Zahl an Anbietern und kann sich innerhalb von 24 Stunden bei einer Online-Druckerei wie viaprinto Visitenkarten gestalten und schicken lassen. Der Anbieter viaprinto setzt dabei verstärkt auf Nachhaltigkeit und bietet Unternehmenskunden seit kurzem sogar den Zusatzservice „Klimaneutraler Druck“ an. Möglich macht das eine Kooperation mit ClimatePartner, einem Anbieter für Klimaschutzmanagement von Unternehmen. Dabei entstehende zusätzliche Kosten werden zum Schutz des Regenwaldes in Papua Neuguinea eingesetzt und der Kunde erhält darüber einen gesonderten Nachweis.

Wer auffällt bleibt im Gedächtnis. Vor allem offline!