Kellner serviert Bier

Mindestlohn im Gastronomiebereich kommt

Der Mindestlohn kommt, auch im Gaststättenbereich. Wie Spiegel online berichtet, sind Tarifverhandlungen über einen Übergangstarif gescheitert. Das bedeutet, dass ab nächstem Jahr auch in Ostdeutschland Mitarbeiter von Hotels und Gaststätten den Mindestlohn von 8,50 € erhalten.

Kellner serviert Bier
Mindestlohn im Gastronomiebereich Anja Müller_pixelio.de

Berlin, 21.07.2014 – Die Verhandlungen hatten zum Ziel, dass es bis 2017 im ostdeutschen Gastgewerbe eine stufenweise Anpassung der Gehälter an den Mindestloh  geben sollte. Doch die Gespräche sind gescheitert. Der Grund laut Spiegel online ist, dass die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit dem Ablauf der Gespräche nicht zufrieden war. Man sei nicht bereit, einen Abschluss zu unterzeichnen, der für einige Bundesländer eine Verschlechterung bedeute, sagte ein NGG-Sprecher.

Ziel der Verhandlungen war ein Tarifvertrag, mit dem der Zeitpunkt der Einführung des Mindestlohn in der Branche in den neuen Bundesländern später in Kraft treten könnte.

Ab Januar 2015 gilt in Deutschland grundsätzlich der Stundenlohn  von 8,50 €. Bereits abgeschlossene Verträge müssen bis Anfang 2016 angepasst werden.

Dehoga kritisiert Gewerkschaft

Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges kritisierte, die Gewerkschaft habe „kein ernsthaftes Interesse an einer Übergangsregelung“ gezeigt. Sie habe den Arbeitgebern nur fünf Monate Aufschub bis zum Erreichen des Mindestlohns geben wollen. Zusätzlich habe sie bis 2017 Lohnerhöhungen von 20 bis 25 Prozent gefordert. „Das liegt alles weit über dem, was der Gesetzgeber für alle Branchen vorsieht“, sagte Hartges. Nun werde zum 1. Januar der Mindestlohn in Kraft treten. Arbeitsplatzverluste seien nicht ausgeschlossen, sagte Hartges.

Mindestlohn auch für Minijobs

Der Stundensatz von 8,50 € wird ab dem kommenden Jahr in allen Bereichen umgesetzt. Ebenfalls im Bereich der Minijobs. Das berichtet beraternews.com.