Produktionsverbindungshandel: Online-Beschaffung nimmt zu

Kunden setzen beim Produktionsverbindungshandel (PVH) vor allem auf die Beratung durch den Fachhandel. Doch auch der PVH verändert sich im Zuge der Digitalisierung und die Online-Recherche gewinnt zunehmend an Bedeutung.

PVH Nutzung von Online-Beschaffungswegen _IFH Köln
PVH Nutzung von Online-Beschaffungswegen _IFH Köln

Köln, 25.08.2015 – Gemeinsam mit Zentralverband Hartwarenhandel e.V. führte der IFH Köln eine Marktstudie zum Produktionsverbindungshandel durch. 18 Prozent der befragten PVH-Kunden gaben an, sich im Internet über Produkte des Produktionsverbindungshandels mit Werkzeugen und Maschinen zu informieren. Die wichtigste Informationsquelle ist dabei für 88 Prozent der befragten Kunden die Webseite des Herstellers. Ein Drittel nutzt außerdem die Online-Shops des Produktionsverbindungshandels. 26 Prozent derjenigen, die sich nur gelegentlich im Internet über Produkte informieren, nutzen Amazon. Bei den Kunden bis 45 Jahre sind es sogar 34 Prozent.

Kunden bleiben Fachhandel treu

Drei Viertel der befragten Kunden gab an über die Online-Shops der Fachhändler die benötigten PVH-Produkte zu kaufen und dies auch für die Zukunft planen. „Gerade im B2B-Bereich können sich Fachhändler über gute Online-Shops verbunden mit entsprechenden Serviceleistungen differenzieren. Kundenbindung findet im digitalen Zeitalter nicht mehr allein über den persönlichen Kontakt statt. Auch B2B-Händler sollten den Online-Kanal für die Kundenansprache nicht vernachlässigen“, so IFH-Geschäftsführer Dr. Kai Hudetz.

Dennoch stellen der Direktvertrieb oder branchenfremder Anbieter, wie Amazon, bereits jetzt eine Konkurrenz zum PVH dar. In der Studie gaben die Kunden an, Online-Shops von Herstellern (63,6 %) oder branchenfremde Online-Shops (55,3 %) zu nutzen oder in Zukunft nutzen zu wollen.