Produzierendes und verarbeitendes Gewerbe November 2018

Sowohl im produzierendem als auch im verarbeitenden Gewerbe sind die Auftragseingänge, laut statistischem Bundesamt, im November 2018 leicht gesunken.

Berlin, 16.01.2019 – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im November im Vergleich zum Vormonat um 1,9 Prozent zurückgegangen. Die Industrieproduktion schwächte sich um 1,8 Prozent und die Bauproduktion um 1,7 Prozent ab. Für den Bereich Energieerzeugung, für den erst vorläufige Daten vorliegen, wird ein Minus von 3,1 Prozent ausgewiesen. Innerhalb der Industrie verzeichneten die Konsumgüterproduzenten mit -4,1 Prozent die stärkste Abnahme. Bei den Investitions- und Vorleistungsgütern ging die Herstellung um 1,8 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent zurück.

Im Zweimonatsvergleich Oktober/November gegenüber August/September verringerte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,8 Prozent. Dabei nahm die Herstellung in der Industrie um 1,5 Prozent ab und im Baugewerbe um 0,9 Prozent. Besonders ausgeprägt war auch hier der Rückgang in der Energieerzeugung (-6,2 Prozent).

Im November hat sich die Produktion nochmals abgeschwächt. Hierzu trugen auch Brückentage bei. Die Industrie schränkte ihre Produktion in gewichtigen Wirtschaftsbereichen weiter ein. In der Automobilindustrie ist die WLTP-Problematik weiter zu spüren. Im Oktober/November konnte die Industrie im Vergleich zum dritten Quartal aber wieder etwas mehr Aufträge verbuchen.

Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben sich die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im November gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent verringert. Bei den Aufträgen aus dem Inland und aus Ländern außerhalb des Euroraums kam es zu Zuwächsen um 2,4 Prozent bzw. 2,3 Prozent. Der Anteil an Großaufträgen war in etwa durchschnittlich. Die Bestellungen aus dem Euroraum sind hingegen nach einem kräftigen Aufwuchs um 7,4 Prozent im Vormonat kräftig um 11,6 Prozent gesunken.

Im Zweimonatsvergleich Oktober/November gegenüber August/September ergab sich ein Orderminus von 0,3 Prozent. Die Vorleistungs- und Konsumgüterproduzenten verzeichneten Rückgänge um 2,5 Prozent bzw. 3,0 Prozent. Bei den Investitionsgütern war indes ein Plus von 1,4 Prozent zu beobachten. Während die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe aus dem Inland und von außerhalb des Euroraums abnahmen (-1,4 Prozent bzw. -0,5 Prozent), stiegen die Aufträge aus dem Euroraum um 1,7 Prozent.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe lagen in den Monaten Oktober/November rd. ein ½ Prozent über ihrem durchschnittlichen Niveau im dritten Quartal. Auch der hohe Auftragsbestand spricht dafür, dass die Industriekonjunktur, wenn auch mit verhaltener Dynamik, wieder etwas Fahrt aufnimmt. Der Wirtschaftsbereich Kfz/Kfz-Teile kommt bei der Bewältigung der WLTP-Problematik voran; er verbuchte im November erneut ein spürbares Auftragsplus (+4,5 Prozent).