Prognose: Deutscher IT-Markt wächst 2015 um 2,4 Prozent

Die Informationstechnologie bleibt die Wachstumssäule des deutschen ITK-Markts. Im kommenden Jahr wird der Umsatz mit Software, IT-Dienstleistungen und IT-Hardware voraussichtlich um 2,4 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro zulegen. Das berichtet der Digitalverband BITKOM auf Grundlage aktueller Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO).

 

Deutscher IT-Markt Markus Wegner_pixelio.de
Deutscher IT-Markt Markus Wegner_pixelio.de

Berlin, 10.12.2014 – „Damit wächst der Kernbereich der BITKOM-Branche auch im kommenden Jahr deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Das ist vor allem auch deshalb ein gutes Zeichen, weil die IT für das Gros der Beschäftigung in unserer Branche steht. Innerhalb von vier Jahren sind in der IT mehr als 120.000 neue Arbeitsplätze entstanden – und auch 2015 erwarten wir ein Beschäftigungsplus.“

 Deutscher IT-Markt wächst vor allem bei Big Data und Cloud Computing

Am stärksten wächst wie bereits in den Vorjahren das Geschäft mit Software, das um 5,5 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro zulegen soll. Der Umsatz mit IT-Dienstleistungen steigt der Prognose zufolge ebenfalls kräftig um 3,0 Prozent auf 37,4 Milliarden Euro zu. Wachstumstreiber sind dabei unter anderem Big Data und Cloud Computing. Allein der Geschäftskundenmarkt für Cloud-Lösungen wird nach einer Prognose der Experton Group 2015 voraussichtlich um 39 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zulegen. Schwächer als der Software- und Dienstleistungsmarkt entwickelt sich das Geschäft mit IT-Hardware. Nach einem überraschenden Anstieg um 5,8 Prozent in diesem Jahr aufgrund von Ersatzinvestitionen bei Desktop-PCs und Notebooks wird 2015 ein Umsatzrückgang um 1,2 Prozent auf 22,1 Milliarden Euro erwartet. Dabei werden die Umsätze mit Desktop-PCs und Notebooks in Summe voraussichtlich um rund 10 Prozent zurückgehen. „Die klassische IT-Hardware hat es schwer, allerdings liegen die Umsätze in diesem Segment auch im kommenden Jahr über dem Wert von 2013“, so Kempf.