Ressourceneffizienz in der Wirtschaft

Deutschland zählt weltweit zu den größten Rohstoffkonsumenten und ist dabei vom Import abhängig. Schutz der natürlichen Ressourcen, sparsame Nutzung, Versorgungssicherheit und Wiederverwertung sind deswegen von großer Bedeutung für die deutsche Wirtschaft.

duxschulz_pixelio.de
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Berlin, 11.07.2015 – „Endlichkeit trotz Ressourceneffizienz: Gehen uns die Industrierohstoffe aus?“ – Dieser Fragen gingen am 9. Juli rund 100 Teilnehmer bei einem Workshop des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) nach. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten über den effizienten Umgang mit Rohstoffen.

Staatssekretär Matthias Machnig: „Ressourceneffizienz ist ein Win-Win-Thema mit dem Wettbewerbsfähigkeit und Umweltschutz gestärkt werden können. Dieses Zukunftsthema wird durch die wachsende Weltbevölkerung und die steigende Nachfrage nach Rohstoffen weiter an Bedeutung gewinnen. Weltweit steigt damit die Notwendigkeit, Ökonomie und Ökologie zusammen zu führen. Deshalb hat die Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaft die G7 Allianz Ressourceneffizienz auf den Weg gebracht“.

Wettbewerbsvorteil durch Ressourceneffizienz

Der Workshop zeigte, dass der nachhaltige Umgang mit Rohstoffen sich positiv auf Unternehmen auswirkt. Denn durch ressourceneffiziente Produkte und Produktionsverfahren sowie Recyclingmaßnahmen sind sie weniger anfällig gegenüber starken Preissteigerungen- und schwankungen auf den internationalen Rohstoffmärkten. Zugleich führt eine effiziente Rohstoffnutzung zu erheblichen Kostensenkungen und damit auch zu Wettbewerbsvorteilen und schont die Umwelt.

„Der Schlüssel zur Steigerung der Ressourceneffizienz in Unternehmen ist Innovation“, sagte Holger Lösch, BDI-Hauptgeschäftsführung, anlässlich des Workshops. „Die Politik sollte Innovation wirkungsvoll flankieren. Gute Ansatzpunkte bieten gewählte Akzente in der öffentlichen Forschung, das öffentliche Auftragswesen sowie Beratungsprogramme für kleine und mittlere Unternehmen.

Ressourceneffizienz der Bundesregierung

Bereits im Februar 2012 hat die Bundesregierung das deutsche Ressourceneffizienzprogramm „ProgRess“ beschlossen und setzt dadurch auf Anreize, Information, Transparenz und freiwillige Maßnahmen zur effizienten Rohstoffnutzung. In 2016 soll „ProgRess“ verlängert werden.

Außerdem zeichnet die Bundesregierung gemeinsam mit der Deutschen Rohstoffagentur besonders herausragende Unternehmensbeispiele für rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis aus. Unternehmen können sich noch bis zum 22. September bewerben.