Taxi-Zeichen auf Autodach

Taxi bekommt Konkurrenz durch App: „Uber“ greift die Branche an

Ab heute soll man mit der App „Uber“ in Berlin private Fahrdienste nutzen können. Ein massiver Angriff auf die Taxi-Branche, der sich zudem in einer rechtlichen Grauzone bewegt.

Taxi-Zeichen auf Autodach
Hat das Taxi bald ausgedient? | Q.pictures / pixelio.de

Berlin, 15.04.2014 – Privatpersonen sollen Passagiere durch Berlin transportieren und zwar zu Dumpingpreisen. Möglich wird das durch die Smartphone-App Uber. Alles was man braucht ist ein Auto sowie einen Führerschein. Dann noch den Hintergrundtest des Anbieters Uber bestehen und fertig ist das private Taxi. Einen Taxischein braucht man angeblich nicht.

Starke Ähnlichkeit zu My Taxi – App

Wie bei der App My Taxi gibt der Fahrgast seine Position ein und ordert einen Fahrer. Er erkennt dann sofort, wie weit der Fahrer entfernt ist und wie er von anderen Passagieren bewertet wurde. Abgerechnet wird das Ganze über die in der App hinterlegten Kreditkartendaten. Die Ersparnis zum normalen Taxi soll dabei 20 Prozent betragen. Zum Schluss bewerten sich Fahrer und Fahrgast gegenseitig. Bei zu schlechten Bewertungen gibt es eine Sperre für den Fahrer.

Keine gesetzliche Grundlage

Die Legalität dieses Angebots ist allerdings mehr als fraglich. Der Vorsitzende des Taxiverbandes Berlin-Brandenburg, Detlev Freutel, hält sowohl Uber als auch dessen Konkurrenz WunderCar für illegal. „Egal ob man es Trinkgeld nennt oder anders – wenn gegen ein Entgelt befördert wird, braucht es eine Konzession,“ sagte er der Frankfurter Rundschau und warnt:“Wer einen solchen Dienst fährt, bewegt sich auf dünnem Eis.“ Ob und wie die Aufsichtsbehörden in diesem Fall eingreifen bleibt abzuwarten.